HamsterOase
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Mittelhamster

"Im Jahr 1930 wurde von Israel Aharoni zur Begründung eines Zuchtstammes für Versuchstiere auf der Hochebene von Aleppo (Syrien) ein Weibchen mit elf Jungen gefangen, davon überlebten letztlich nur vier Jungtiere, drei Männchen und ein Weibchen. Diese wurden an der Hebrew University of Jerusalem vermehrt. Von ihnen stammten lange alle weiteren Goldhamster in Gefangenschaft ab, sowohl Versuchstiere wie auch Heimtiere.

Im Jahr 1931 wurden Tiere nach England und Frankreich gebracht, 1937 wurden Goldhamster dann erstmals in England an private Halter abgegeben. 1938 wurden Tiere aus England in die USA exportiert. Erste Exemplare aus Zuchten in den USA kamen 1948 nach Deutschland und seit Mitte der 1950er Jahre sind Goldhamster weltweit als Versuchstiere etabliert. Erst ab 1971 sind vereinzelt wieder Wildfänge aus Syrien in Zuchten eingebracht worden.

Heute zählt der Goldhamster zu den häufigsten Heimtieren. Gattermann gibt für Ende der 1990er Jahre allein für Deutschland etwa 1 Mio. als Heimtiere gehaltene Goldhamster an, für die westlichen Industrieländer insgesamt schätzt er die Zahl auf 7 bis 8 Mio.

In menschlicher Obhut beträgt die Lebenserwartung des Goldhamsters gewöhnlich 18 bis 24 Monate und durchschnittlich etwa 20 Monate. Als Heimtiere gehaltene Goldhamster aus Zuchten sind meist deutlich heller als die Wildform, daneben gibt es heute zahlreiche Zuchtrassen mit anderen Färbungen und/oder, wie z. B. beim sogenannten „Teddyhamster“, mit längerer Behaarung.

Im Gegensatz zum Verhalten der Heimtiere sind zumindest weibliche Goldhamster in der Türkei überwiegend am Tag außerhalb des Baus aktiv mit zwei deutlichen Aktivitätsgipfeln am Morgen zwischen 6:00 und 8:00 Uhr und am späten Nachmittag zwischen 16:00 und 19:30 Uhr. Die Tiere sind Einzelgänger und legen Erdbaue mit einem Eingang, einer Nestkammer und mehreren von dieser abzweigenden Tunneln an, die zur Urinabgabe und als Vorratskammern dienen. 18 in Syrien ausgegrabene Baue befanden sich 36 bis 106 cm, im Mittel 65 cm unter der Erdoberfläche. Das gesamte Tunnelsystem kann bis über 9 m lang sein. Die Art ist Allesfresser, die Nahrung besteht aus grünen Pflanzenteilen, Sämereien, Früchten und Insekten. Weitere Angaben zur Lebensweise der Art im Freiland liegen kaum vor; nach Beobachtungen von Bauern halten die Tiere von November bis Februar Winterschlaf.

Quelle Wikipedia


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